Definition und Erkennungsmerkmale
Ein Maskaron (auch Mascaron, von französisch mascarade) ist ein auf einem Trägerobjekt aufgebrachtes, halbplastisches Ornament in Form eines grotesk oder schreckensverzerrt dargestellten Gesichts. Es kann das Antlitz eines Gottes, eines Menschen oder eines Fabelwesens darstellen, oft in Form einer Fratze. Maskarons haben häufig symbolische oder allegorische Bedeutung und können als unheilabwendende Schutzzeichen interpretiert werden.
Varianten
Der Maskaron tritt in verschiedenen Gestaltungsformen auf, darunter:
- Menschliches oder göttliches Fratzengesicht
- Tier- oder Fabelwesenartige Fratze
- Ornamentale Kombinationen mit anderen Motiven (z. B. Drolerie, Blattmaske)
Stilepochen und Verwendung
- Antike: frühe Verwendungen mit symbolischer Bedeutung
- Mittelalter: vor allem in der Bauplastik, oft zur Abwehr böser Kräfte
- Barock und Rokoko: dekorative Anwendung in Architektur und Kunstgewerbe
- Architektur: Schlusssteine, Gewölbe, Konsolen, Innendekoration, Wandbrunnen
- Kunstgewerbe: Möbel, Gefäße
- Waffen: Verzierung und Symbolträger
- Materialien: Stein, Holz, Metall, Stuck u. a.
Zusammenfassung
Maskarons sind plastische Fratzendarstellungen mit grotesken oder abschreckenden Zügen, die auf Architektur- und Kunstobjekte aufgebracht werden. Sie besitzen sowohl dekorative als auch symbolische Funktion und kommen in verschiedenen Materialien und Stilepochen vor.
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