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Baluster

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Definition und Erkennungsmerkmale

Der Begriff Baluster leitet sich vom griechischen balaustion („Granatapfelblüte“) ab. Ein Baluster ist ein aufrecht stehendes, oft untersetztes Stützelement mit profiliertem und geschwelltem Schaft, das an einer Brüstung oder einem Geländer – der sogenannten Balustrade – eingesetzt wird. Typisch sind die verschiedenen Bauteile: Sockel, Schaft, Kragen, Hals und Kapitell. Der Querschnitt eines Balusters kann rechteckig, rund oder polygonal sein. Baluster übernehmen tragende, sichernde und dekorative Funktionen.
Mitunter wird der Begriff Baluster synonym mit Docke verwendet; allerdings sind Docken meist aus Holz gefertigt, häufig gedrechselt, mit rundem Querschnitt, und besonders im Bereich von Geländern und Möbeln zu finden.
Eine Balustrade bezeichnet ein aus mehreren Balustern zusammengesetztes Geländer, das z. B. an Treppen, Terrassen oder Brüstungen angebracht ist.

Varianten

  • Baluster: mit rechteckigem, rundem oder polygonalem Querschnitt
  • Docken: meist aus Holz, rund, gedrechselt
  • Balustrade: Aneinanderreihung mehrerer Baluster als Geländerelement

Stilepochen und Verwendung

Baluster traten in unterschiedlichen Stilrichtungen und Anwendungen verwendet.

  • Antike: Baluster häufig aus Stein, klar proportioniert; in der Möbelkunst Verwendung als Tisch- und Stuhlbeine bei Repräsentationsmöbeln
  • Mittelalter (Gotik und Romanik): Baluster werden eher selten verwendet
  • Renaissance: Seit der Renaissance treten Baluster verstärkt als tragende Elemente von Geländern in Erscheinung
  • Barock: Typisch sind ausladende, bauchige Formen
  • Klassizismus: Schlankere, klar gegliederte Formen in Anlehnung an antike Vorbilder
  • Historismus: Baluster treten in vielfältigen, stilübergreifenden Erscheinungsformen auf

Materialien: Marmor, Naturstein, Metall, Holz, Kunststein, Beton u.a.

Zusammenfassung

Baluster sind profilierte Stützelemente mit tragender, sichernder und dekorativer Funktion, deren Gestaltung und Materialeinsatz sich über die Jahrhunderte wandelte. In Kombination bilden sie eine Balustrade, die ab der Renaissance architektonisch an Bedeutung gewann. Von antiken Vorbildern über barocke Ausladungen bis hin zu klassizistischer Klarheit ist das Balustermotiv vielseitig einsetzbar – sowohl in der Architektur als auch im Möbelbau.

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