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Flechtband

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Definition und Erkennungsmerkmale

Das Flechtband (auch Flechtornament, Flechtwerk, veraltet „Geriemsel“) ist ein ornamentales Zierelement, das an ein geflochtenes Band erinnert. Es besteht aus sich über- bzw. unterkreuzenden Bändern, die in regelmäßiger, symmetrischer Verschlingung angeordnet sind.

Eine Sonderform sind Islamische Arabesken: Kombination von Flechtbandmustern mit geometrischen Ornamenten.

Stilepochen und Verwendung

Flechtbänder finden Verwendung in der Buchmalerei (besonders im Mittelalter und in der Renaissance), bei Schriftverzierungen, in Rahmen, Bordüren, Mosaiken, der Keramik, der Textilkunst sowie zur Gliederung von Architekturbestandteilen wie z. B. Balken.

  • Bronzezeit
  • Keltische Kunst: kunstvolle Schlingenbildungen
  • Antike: wellenförmige Bänder mit integrierten Kugeln oder Knöpfen, gerundete Ecken
  • Mittelalter: gerundete oder kantige Ecken, teils Kombination mit pflanzlichen Formen
  • Renaissance
  • Historismus

Zusammenfassung

Das Flechtband ist ein dekoratives, symmetrisch verschlungenes Ornament, das in verschiedenen Epochen vielseitige Anwendung fand, insbesondere in der Buch- und Baukunst, sowie im Kunsthandwerk. Es spiegelt sowohl technische Präzision als auch ästhetische Vielfalt wider.

Abbildungen aus Nachschlagewerken und Vorlagebüchern

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