Maurer- und Betonbaumeister & Restaurator im Mauer- und Betonbauerhandwerk
Hans Albrecht Gasch
Dresden

Sonderpreis
für sein lebenslanges Engagement zur Bewahrung, Vermittlung und Weitergabe traditionellen Handwerkswissens in der Denkmalpflege
Wer sich in Sachsen mit historischer Bausubstanz, traditionellen Putzen und handwerklicher Denkmalpflege beschäftigt, kommt an Hans Albrecht Gasch kaum vorbei. Über Jahrzehnte hinweg hat er die Denkmalpflege im Freistaat als Sachverständiger, Berater, Dozent und Mentor entscheidend mitgeprägt.
Sein fachliches Wirken ist mit zahlreichen bedeutenden Denkmalen verbunden, darunter die Kirche Weidenhain, das Kloster St. Marienstern, die Burg Gnandstein und Schloss Weesenstein. Durch seine Untersuchungen historischer Putze und Mörtel, seine Befundauswertungen und materialtechnischen Empfehlungen trug er dazu bei, dass viele Bauwerke ihre authentische Erscheinung zurückerhalten konnten. Darüber hinaus brachte er seine Expertise in Forschungs- und Kooperationsprojekte ein, unter anderem zur denkmalgerechten Instandsetzung historischer Gründerzeitfassaden sowie zu historischen Zellengewölben.
Besonders prägend war jedoch seine Rolle als Brückenbauer. Hans Gasch verband Handwerk, Denkmalpflege, Restaurierung und Wissenschaft miteinander. Als Gründungsmitglied des Fördervereins für Handwerk und Denkmalpflege in Trebsen engagierte er sich für den Aufbau des dortigen Bildungszentrums und wirkte an der Qualifizierung von Restauratoren und Fachhandwerkern für Denkmalpflege maßgeblich mit.
Sein Wissen behielt er nie für sich. Über Jahrzehnte unterstützte er junge Handwerksbetriebe bei ihren ersten Aufgaben in der Denkmalpflege, begleitete Sanierungsvorhaben fachlich und förderte den Austausch zwischen den Akteuren. Für viele Handwerker und Restauratoren wurde er zum wichtigen Ratgeber, Mentor und Wegbegleiter. Die von ihm mit entwickelte Putzfibel steht exemplarisch für seinen Anspruch. Dass dieses Wissen heute für neue digitale Vermittlungsformate weiterentwickelt wird, zeigt die anhaltende Bedeutung seines Wirkens.
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Nicht umsonst wurde Hans Gasch von vielen als der „Putzpapst Sachsens“ bezeichnet. Sein eigentliches Vermächtnis sind jedoch die Menschen, die er zusammengebracht, die Netzwerke, die er aufgebaut, und die Bauwerke, deren Erhalt er mit seinem Wissen ermöglicht hat. Sein Lebenswerk steht beispielhaft für fachliche Exzellenz, gelebte Wissensweitergabe und die Verbundenheit mit dem kulturellen Erbe Sachsens.
Herzlichen Glückwunsch.
Leipzig, 6. November 2026
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Einblicke in das Lebenswerk


Hans-Albrecht Gasch, Seminararbeit Dresden 2018




