Inklusionshotel
Nutzung des Inklusionshotels
Das Hotel Philippus heißt seine Gäste vom Einchecken bis hin zum Auschecken willkommen. Gastfreundschaft, Sich wohlfühlen, so sein können, wie man ist sind hier mehr als nur attraktive Schlagworte. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen – das ist das Besondere an einem Inklusionsbetrieb – für Philippus ist es Normalität und Alltag. Diese Haltung überträgt sich auch auf unsere Gäste. Wir bieten Gästen, die es brauchen, aktive Hilfestellung und agieren dabei lösungsorientiert. Wir schenken Gästen und Mitarbeitenden Zeit und Aufmerksamkeit und man fühlt sich zu Hause.
Das umgebaute Gemeindehaus zu einem Hotel überzeugt mit moderner Ausstattung, durchdachtem und zeitlosen Design und dem Charme des Denkmals, welches bei der Sanierung erhalten geblieben ist. Ein ruhiges Farbkonzept in den Zimmern erhöht den Wohlfühlfaktor. Der Blick auf das Wasser oder die Kirche ist von jedem Zimmer aus anders – aber immer schön. 28 der 29 Zimmer sind barrierearm und erfüllen unterschiedliche Unterstützungsbedarfe. Philippus ist in vielerlei Hinsicht barrierefrei. Ein rollstuhlgerechter Fahrtstuhl, ein visuelles und taktiles Orientierungssystem und die Ausstattung der Tagungsräume und der Rezeption mit Hörschleifen führen dazu, dass auch Menschen mit Einschränkung sich selbstbestimmt bewegen und aufhalten können.
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Foto: Philippus Leipzig gGmbH
Planungskonzept gesamt
Das denkmalgeschützte Pfarrhaus des Philippusensembles wurde zu einem modernen Inklusionshotel umgebaut, das für alle barrierefrei nutzbar ist. Dabei blieb das bestehende Erschließungskonzept des historischen Gebäudes erhalten und wurde durch einen modernen Anbau ergänzt. In diesem sind alle neuen technischen Einrichtungen wie Aufzug, Lüftungs- und Versorgungsleitungen sowie die haustechnische Ausstattung integriert.
Akanthusfries als Bestandteil eines Grabmals, nach 1900, Südfriedhof Leipzig, Stein (A. Merrem)
Akanthusblatt an Grabdenkmal, Historismus, Südfriedhof Leipzig, Stein (A. Merrem)
Deckenmalerei einer neogotischen Villa (rekonstruiert), Historismus, Villa „Julburg“, Farbe (A. Merrem)
Akanthusranke, Bestandteil der Wand/Deckengestaltung einer Villa, Historismus (Neogotik), Villa „Julburg“, Käthe-Kollwitz-Straße, Leipzig, Holz (?) (A. Merrem)
Akanthusblatt an Erkeruntersicht, Historismus, Waldstraßenviertel Leipzig, Titanzinkblech (A. Merrem)


Akanthusblatt als Fassadendekorationselement, Historismus Ende 19. Jahrhundert, Waldstraßenviertel Leipzig, Sandstein (A. Merrem)
Akanthusblatt an einem Grabdenkmal, Historismus Ende 19. Jahrhundert, Friedhof Gohlis Leipzig, Marmor (A. Merrem)
Akanthusranke an einem Türrahmen, Historismus Ende 19. Jahrhundert, Universitätsbibliothek Leipzig, Schmiedeeisen (A. Merrem)
Akanthusblatt an einem Kandelaber, Historismus Ende 19. Jahrhundert, Universitätsbibliothek Leipzig, Schmiedeeisen (A. Merrem)
größtmöglicher Bestandserhalt
Das Planungskonzept für das Zusammenspiel von Bestand und Neubau sah vor, alle neuen technischen Anforderungen für das Hotel nach außen zu verlagern. Dadurch konnten die ursprünglichen historischen Grundrisse aus der Erbauungszeit im Innenraum weiterhin genutzt und denkmalpflegerisch wertvolle Details wie Innentüren, Türzargen, ehemalige Wohnungseingangstüren und die Treppenanlage erhalten bleiben. Gleichzeitig macht diese gestalterische Entscheidung sichtbar, dass der Umbau des Ensembles im Jahr 2018 stattfand, da der Anbau in zeitgenössischer Formensprache die historische Fassade ergänzt.
Beispiel Gang 1 OG
Wohnungseingangstüren: Die historischen Wohnungseingangstüren wurden anteilig erhalten. Vor die eigentliche Türebene wurde eine neue Brandschutztür ergänzt, um die Brandschutzanforderungen für ein Hotel sicher zu stellen.
Zimmertüren Alt und Neu: Aufbauend auf der Planungsidee, die Korridore pro Etage entsprechend des Bestandes zu erhalten, wurde ebenso der Erhalt der historischen Türöffnungen nebst gegliederten Türzargen definiert. Aus Brandschutzgründen erhielten die Hotelzimmer neue Türblätter mit zeitgemäßer Zugangsberechtigung per Chipkarte, die historischen Türblätter wurden jeweils auf die Wandseite neben der Tür montiert und vermitteln damit den Eindruck einer geöffneten „einladenden“ Zimmertür.
Vom Balkon zum Aufzug: Ursprünglich besaß das Pfarrhaus auf der Westseite zum Karl-Heine-Kanal hin vorgelagerte Balkone, die bis 1910 erbaut wurden. An genau dieser Stelle wurde der neue Anbau mit Aufzug platziert, wobei die vorhandene große Türdurchgangsöffnung genutzt wurde.
Beispiel Zimmer 103
Neue Anforderungen an Hotelzimmer: Im Vergleich zur ursprünglichen Wohnnutzung mussten für den Hotelbetrieb spezifische Vorgaben in den Bereichen Brandschutz, barrierefreie Bäder, Innenraumgestaltung und Möblierung umgesetzt werden. Diese Anforderungen wurden im Zuge der Sanierung umfassend realisiert. Bestehende Bauteile wie Decken und Wände wurden ertüchtigt, moderne Sanitär- und Elektroinstallationen integriert und passgenaue Möbel für die Hotelzimmer entworfen und gefertigt. Die Räume sind konsequent barrierefrei gestaltet und damit für alle nutzbar.

Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung vor Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung während Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung nach Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung nach Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung nach Umbau (AB Domke)
Objektüberwachung im Rahmen der Bauausführung nach Umbau (AB Domke)












































